Narando, das persönliche Magazin zum Hören

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Vor gut zwei Monaten habe ich hier auf dem Blog von Narando berichtet: Das klingt gut! – Artikel von narando einfach vorlesen lassen. Die Idee, mir Artikel von einer realen Person vorlesen zu lassen, und zwar dann, wenn ich Zeit habe, ist bei mir direkt auf offene Ohren gestoßen. In der heutigen Ausgabe von Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung berichte ich in meiner Kolumne auf der „Vernetzt“- Seite über das Startup mit Aachen- Bezug. Ein Blick auf die Narando-Webseite lohnt in jedem Fall: schließlich werden dort inzwischen täglich aktuelle Artikel bekannter Magazine aus dem IT- und Startup- Bereich zum Hören angeboten. Dass meine aktuellen Blog- Beiträge bereits kurz nach Veröffentlichung auch in der Hörversion bereit stehen, ist ja schon fast ein alter Hut ;-). Für alle, die keinen Zugriff auf die heutige Printausgabe von AZ/ AN haben, gibt´s den Text hier zum nachlesen:

Eine App aus Aachen? Ein völlig neues Konzept zum Medienkonsum? Von einem Startup?

Wer kennt die Situation nicht: Eigentlich möchte man noch diverse Artikel aus verschiedenen Magazinen lesen, aber wann? Dabei gibt es viele Situationen, in denen Zeit wäre, aber das Lesen nicht möglich ist. Da wäre es toll, wenn jemand einem die Artikel vorlesen würde: Beim Autofahren, beim Sport, beim Bügeln, in der Bahn – da hat jeder so seine Ideen. Und genau hier setzt Narando an: Beim Überfliegen der eigenen Lieblingsmagazine kann man Artikel einfach auf eine „später hören“-Liste setzen und über WLAN auf die Android oder iOS App laden. So vorbereitet, kann man sich die Artikel dann zu jedem Zeitpunkt von echten Menschen vorlesen lassen. Auch ohne Internetverbindung – einfach dann, wenn es passt.

Als Startup ist Narando gerade in der spannenden MVP (Minimal Viable Product) Phase. Seit ein paar Wochen ist die App für iOS und Android verfügbar und wird in kleinen Schritten stetig verbessert. Zugleich erweitert das Team kontinuierlich die verfügbaren Inhalte und Themen durch den Aufbau neuer Verlagspartnerschaften. Schließlich braucht Narando die entsprechenden Lizenzen, um die Artikel zu vertonen. Die beiden Gründer Christian Brandhorst und Philip Kleimeyer werden seit Beginn vom Aachener Gründerzentrum der RWTH betreut; Christian Brandhorst hat hier in Aachen studiert.

Neben dem persönlichen Vorteil für uns Benutzer, Artikel anhören zu können, haben die Macher noch zwei weitere wichtige Aspekte mit ihrer Plattform umgesetzt:

Die Artikel werden von einer Vielzahl potenzieller Vorleser produziert. Die Magazine können Narando einfach in die eigene Webseite einbinden. Neue Artikel werden dann automatisch erkannt und den vielen Vorlesern auf der Plattform zum Einsprechen angeboten. Sobald ein Vorleser die Arbeit erledigt hat, steht der Artikel in gesprochener Form sowohl auf der Webseite des Magazins als auch im Narando-Universum zur Verfügung. Die Magazine profitieren damit von einer gesteigerten Reichweite in neue, mobile Zielgruppen.

Als Benutzer kann man Narando also auf zwei Arten nutzen: Gezielt über die Webseite des gewünschten Magazins oder aber über die Narando Webseite bzw. direkt über die App. Letztere bieten einen Überblick über die eingesprochenen Artikel der verschiedenen Magazine. Der Nutzer bewegt sich damit in einer Art Metamagazin und kann nach besonders beliebten oder den aktuellsten Artikeln Ausschau halten. Die beiden Gründer arbeiten bereits an neuen Konzepten, um die Inhalte immer besser zu personalisieren.

Die Benutzung ist aktuell für die User kostenlos. Dafür erlebt man hautnah mit, wie sich ein neuer Dienst entwickelt. Später soll es neben der obligatorischen Werbung auch eine werbefreie Premium-Version geben.

Die beiden Gründer kommen mit ihrem Dienst zu einer spannenden Zeit, denn die (deutsche) Medienbranche steckt in einem tiefgreifenden Wandel. Die Erweiterung der traditionellen Print-Produkte um digitale Formate lässt den Bedarf nach innovativen Lösungen wachsen. Schon jetzt zeichnet sich ab: Auf welche Art man die bestehenden Inhalte konsumiert, wird immer situationsabhängiger.

Aktuell sprechen die in Narando eingebundenen Artikel hauptsächlich Menschen an, die sich für Technik und Startups interessieren. Das soll sich nach Aussage der Gründer jedoch bald ändern. Letztlich hängt die inhaltliche Verbreiterung ja nur davon ab, welche Relevanz die verschiedenen Magazine Narando einräumen. Und die Relevanz von Narando hängt vor allem von der Anzahl der Nutzer ab. Also: ausprobieren, begeistern lassen und weitererzählen! Hier kann man reale Menschen mit Energie und Herzblut und mit Bezug zu unserer Region unterstützen.

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3 Gedanken zu „Narando, das persönliche Magazin zum Hören

  1. Das kann ich so bestätigen: Sehr nützlich! Mir ist die Funktion das erste Mal in deinem Blog aufgefallen – da war ich in Stuttgart am Hauptbahnhof und musste „noch mal kurz meine Mails checken“. Und da war er dann, der kleine Play-Button, und hat mir dein Blog vorgelesen. Während ich mich auf die Suche nach meinem Anschlusszug begab. Seit dem nutze ich diesen Dienst regelmäßig, sehr hilfreich!
    Beste Grüße, Andreas

  2. Pingback: synaix BLOG

  3. Hallo Andreas,
    als jemand, der viel unterwegs ist, gehörst Du auf jeden Fall in die Hauptzielgruppe von Narando 😉
    Ich finde es spannend, wo der Player inzwischen überall auftaucht – und nehme mir damit auch mehr Zeit für nette Meldungen, die ich sonst aus Zeitgründen nicht beachten würde…
    Viele Grüße
    /Stefan

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